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6.2.1.3 Straßen- und Schienenwegeoberflächen
Die Straßenbeläge (Abb.
6/1k) beeinflussen
den Geräuschpegel. Nach den RLS 90 führt die Art des
Straßenbelages zu Lärmpegelzuschlägen von bis zu 6 dB(A) (Tabelle
6/1). Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, desto höher sind
gegebenenfalls oberflächenbedingte Lärmzuschläge. Für
Straßenplanungen bedeutet dies, dass z.B. Aufpflasterungen bei
niedrigen Fahrgeschwindigkeiten in Tempo-30-Zonen oder Spielstraßen
ein geeignetes Mittel zur Geschwindigkeitsbeeinflussung und
Straßengestaltung darstellen, während bei Hauptstraßen auf
Pflasterstreifen als "Tempobremse" aus Lärmschutzgründen
möglichst verzichtet werden sollte.
Offenporige Asphaltdeckschichten
haben im Versuch erhebliche Pegelminderungen gebracht.
Korrekturwerte für Straßenoberflächen DStrO = -5 dB im
Neuzustand sind erreichbar. Probleme gibt es bei der bautechnischen
Nutzungsdauer durch geringe Haltbarkeit und ein allmähliches
Zusetzen der Poren durch Reifenabrieb und Verunreinigungen. Die Abbildung
6/1m zeigt diesen aus Messungen abgeleiteten Sachverhalt
getrennt nach Pkw und Lkw.
Insbesondere an Straßen mit
unebener Fahrbahnoberfläche können während der Vorbeifahrt
schwerer Fahrzeuge unter Umständen Erschütterungen in den
anliegenden Wohngebieten entstehen, die zu erheblichen
Belästigungen führen. Verstärkt werden die Belästigungen häufig
auch noch durch Schallpegelspitzen, die durch schlagende Teile der
Fahrzeuge bzw. der Ladung verursacht werden. Neben den nach der
Rechenvorschrift der RLS-90 ermittelten Mittelungspegel gibt es
durch derartige Ereignisse verursachte Spitzenpegel, die zu
Belästigungen führen können.
Im Schienenverkehr ist der klassische
Gleisaufbau mit Schotterbett und Holzschwellen schalltechnisch
günstig. Andere Konstruktionen können zu Pegelzuschlägen von bis
zu 5 dB führen (z.B. in Straßenfahrbahnen eingebettete Gleise).
Gleiskörper mit Raseneindeckung für Straßenbahnen reduzieren
gemäß der Schall 03 den Lärmpegel um 2 dB.
Weitere Möglichkeiten zur
Geräuschminderung am Rad-Schiene-System sind:
-
Schleifen der
Schienenlauffläche zur Beseitigung von Riffeln,
-
Schienenstegbedämpfung,
insbesondere bei Straßenbahnschienen, durch Eingießen der
Schienen in elastisches Material bzw. Rasenabdeckung der
Gleiskörper
| Straßenbelag |
Fahrgeschwindigkeit |
| 30 km/h |
40 km/h |
> 50 km/h |
> 60 km/h |
Nichtgeriffelte Gussasphalte,
Asphaltbetone, Splittmastikasphalte |
0 |
0 |
0 |
- |
| Betone oder geriffelte Gussasphalte |
1,0 |
1,5 |
2,0 |
- |
| Pflaster mit ebener Oberfläche |
2,0 |
2,5 |
3,0 |
- |
| Sonstiges Pflaster |
3,0 |
4,5 |
6,0 |
- |
| Betone nach ZTV
Beton 78 mit Stahlbesenstrich, mit Längsglätter |
- |
- |
- |
1,0 |
| Betone
nach ZTV Beton 78 ohne Stahlbesenstrich, mit Längsglätter
und Längstexturierung mit einem Jutetuch |
- |
- |
- |
-2,0 |
| Asphaltbeton <
0/11 und Splittmastix- asphalte 0/8 und 0/11 ohne
Absplittung |
- |
- |
- |
-2,0 |
Offenporige
Asphaltdeckschichten, die im Neuzustand einen Hohlraumgehalt
> 15% aufweisen mit Kornaufbau 0/11 |
- |
- |
- |
-4,0 |
Offenporige
Asphaltdeckschichten, die im Neuzustand einen Hohlraumgehalt
> 15% aufweisen mit Kornaufbau 0/8 |
- |
- |
- |
-5,0 |
Tabelle 6/1:
Pegelzuschläge DStrO in dB für unterschiedliche
Straßenoberflächen in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit
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Abb.
6/1k: Straßenoberflächen |
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Abb.
6/1l: Schienenwegeoberflächen |
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Abb.
6/1m: Geräuschemissionen (mittlerer max. Vorbeifahrtpegel in
7,5 m Abstand) bei frei fließendem
Verkehr (Quelle: Umweltbundesamt) |
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